Bin ich ein Mietnomade? Wenn die Mitbewohner nerven….(2)

Viele die mich inzwischen lesen, wissen das ich nicht der Typ bin, der Wurzel an einem Platz schlägt. Keinesfalls soll das heißen, dass ich ein flatterhaftes, gar Lotta Leben führen ohne Verantwortung zu übernehmen. Ganz im Gegenteil. Solltet Ihr das verpasst haben: Hier meine Antwort darauf.

Jeder Umzug bedeutet ein neues Umfeld

Natürlich, insbesondere als man Student ist/ war kommt natürlich nicht bei jedem eine eigene Wohnung in frage. Kostentechnisch, gar einfach um eine Stadt besser kennenzulernen. Deshalb verschlug es mich auch ein paar Mal in ein buntes Wg Zusammenleben. Und seien wir mal ehrlich. All diejenigen hier, haben sicherlich die ein oder andere Wg Erfahrung auf dem Buckel.

Reden wir mal Tacheles. Unangenehme Wg Mitbewohner

Auch ich kann mich nicht sonderlich davon freisprechen, diese Art an Personen nicht kennengelernt zu haben. Sicherlich beruht das auf Gegenseitigkeit. Denn während ich hier Anfänge ganz ungeniert, darüber zusprechen, spricht sicherlich betroffene Person ebenfalls, über mich als ganz schlimme Person. Denn es gibt nichts kräfteverzehrendes, wenn Du nach der Uni/ Arbeit nach Hause kommst, und auf Leute triffst, die dich noch mehr nerven als Professor/ Mitkommilitonen. Und dann diese gespielte Nettigkeit. Wozu? Wir beide wissen doch, das wir uns gegenseitig nicht abkönnen. Wieso dann trotzdem diese heile Fassade aufrecht erhalten?

Falsches Spiel kann wohl jeder

Wo es anfangs noch gespielte Nettigkeit war, entwickelt sich das Konstrukt aber mehr und mehr in zwischen den Sätzen lesen. Da würde mal schnell die Sprache gewechselt, als man Freunde zu Besuch hatte. Blicke und Seitenhiebe von der Seite, die wohl mich als Person treffen sollten, da man denke dass nur weil der Rücken zu Person gestellt ist, dass man davon nichts merke. Gar spüre? Denn spüren tue ich es doch alle Male. Nett lächeln und drüber stehen? Dafür hat man doch sein eigenes Zimmer wo die Tür zu symbolisieren soll: Jetzt nicht.

Nicht mit mir. Wohnung heißt nicht nur Zimmer.

Diejenigen die nun denken, ich würde jetzt Ratschläge geben, wenn es im Zusammenleben in der Wg kriselt, sorry da seid Ihr auf dem falschen Gedankengang 😉.

Denn meiner Meinung nach gibt es schon Gründe, warum man sich in der Wg Manchmal in die Köppe kriegt. Verschiedene Charaktere treffen an einem Ort zusammen, und da kann es sein, dass nicht Verhaltensmuster an den jeweiligen stören, vielmehr das man sich einfach nicht riechen kann. Da wird plötzlich an der Person gegenüber alles, Charakter, Gewohnheiten als nervig betrachtet. Muss ich wirklich meine Gewohnheiten beschränken, nur weil das eine betroffene Person nervt?

Wohnung heißt Küche, Badezimmer & Wohnung

Ein Mitevertrag den man unterschreibt für ein Wg Zimmer, heißt niemals ich beschränke mich auf mein Wg Zimmer. Nein, denn von meiner Person aus: ich halte mich gerne im Badezimmer & Küche auf. Einfach weil es lichtdurchflutet ist und ich dort gerne Sonne auftanke.

Ich sage nicht, blockier das Bad den ganzen Tag lang. Sondern genieße auch beispielsweise Bäder, wenn Ihr mal eine Badewanne habt. Denn ganz ehrlich, wieso sollte es in Badezimmer, eine Badewanne geben, einfach damit es nett aussieht? Meine damalige Wg Mitbewohnerin war angenervt, dass ich sonntags, mir gerne ein Bad nahm. Da konnte sie noch nörgeln, Bad ist Bad. Sowie es nicht mein Business ist wie lange sie feiern geht, ausgelassen und bis in die Morgenpuppen schlief. Wie gesagt Not my Business. Solange ich das Badezimmer nicht überflute. Not my Business.

Kirchenstories. Kochen, schließlich ist es eine Küche

In jeder Wg gibt es meistens, jedenfalls habe ich es immer so erlebt eine Küche. Ganz klar eine Küche ist auch der Ort, wo man sich gelegentlich sieht, weil jeder einfach irgendwann mal dahin muss. Es dient auch als ein Raum um sich gegenseitig auszutauschen. Keine Frage: aber eine Küche bleibt nun mal eine Küche. Es war mir piepsegal ob meine Mitbewohnerin gerade Freunde bei sich hatte, ein Plausch in der Küche abhielten. Gekocht, nein. Da fing ich an zu kochen. Mir war es piepsegal, wie meine Anwesenheit sie nervte, und sie mir unmissverständlich zu verstehen gab, ich soll doch ein Döner holen. Um darauf nicht einzugehen, schenkte ich ihr mein schönstes Lächeln und betätigte dies Rufnummer einer guten Freundin, und schnackte mit Ihr über ein neues Rezept, welches ich ausprobieren wollte. Denn Döner kaufen kann jeder, aber auch kochen kann jeder.

Reis mit leckeren Garnelen & Ofengemüse

Zutaten:

1 x Schüssel Reis

1 x Limette

1 x Zwiebel

1 x Packung Bratpaprika

1 x Packung Champignons

1 x Packung Kings Crawn Garnelen

8 x Cherry Tomaten

1 x Schuss Weißwein

1 x Hummus

2 x EL Olivenöl

Zubereitung:

1.) Reis gründlich waschen und mit Wasser, 1 El Olivenöl und Spritzer einer halben Limette , 4 x Cherrytomaten ( halbiert) aufkochen.

2.) Champignons, Bratpaprika, restlichen Cherrytomaten und Zwiebel in Scheiben schneiden, und auf eine Alufolie legen. Garnelen abtrocknen und dem Gemüse hinzufügen.

3.) Mit 1El das Gemüse & Garnelen beträufeln und ein Schuss Weißwein hinzugeben.

4.) Das Gemüse mit Hummus bestreichen

5.) Prise Salz / Pfeffer hinzugeben, gefolgt von Rest Spritzer der halben Limette

6.) Für 10 Minuten bei 180 in den Ofen

7.) Reis und Gemüse drapieren

Rücksicht ist die eine Sache. Entfaltung ist die Andere.

Natürlich soll man in einem Wg Leben auf einander Rücksicht nehmen. Man soll sich aber auch zuhause fühlen. Und wenn das Zuhause nun mal Badewanne & Hightech ausgestattete Küche bietet: Dann nutzt das. Es ist schließlich nicht ein Gadget, sondern Ihr bezahlt dafür mit.

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